Tatkräftige Helfer

Monatelang war es ruhig um den Verein „tatkräftig“. Aktionen konnten wegen der Pandemie kaum stattfinden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es höchstens 30 Projekte. Doch das ist nun vorbei. „Alleine im September waren wir zwölf Mal im Einsatz“, sagt Vorstandsmitglied Julia Warnecke (38) glücklich. So wie heute. Sand schippen, umgraben, Unkraut ziehen.

Julia und die freiwilligen Helfer geben Gas. Bis zum Nachmittag soll alles fertig sein. Wo früher massenweise Müll abgeladen wurde, befindet sich heute ein Biotop – auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Georgswerder an der Fiskalischen Straße. Der Verein „Neuntöter“ kümmert sich um die etwa 1,6 Hektar große Fläche und hat „tatkräftig“ um Hilfe bei einem Einsatz gebeten. Gemeinsam mit Freiwilligen wird eine Sandsteilwand, unter anderem für Wildbienen, angelegt.

Das Team von tatkräftig freut sich über neue Technik aus Mittel des Haspa Lotteriesparens

Ein Team. Ein Tag. Ein Ziel. Das ist das Motto des Vereins, der seit zehn Jahren das freiwillige Engagement in Hamburg fördert und mit mehr als 200 gemeinnützigen Institutionen zusammenarbeitet. Sie teilen ihre Bedarfe mit, „tatkräftig“ sorgt für die Helfer. Manche Freiwillige kommen nur einen einzigen Tag, andere regelmäßig. Auf der Homepage können sie für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Beispiel einen Zeitpunkt, einen Stadtteil und eine Zielgruppe wählen.

Die digitale Arbeit ist wichtiger Bestandteil des Vereins. Weil die Rechner zum Teil veraltet waren, hat die Haspa unter anderem neue Laptops, einen Monitor und Drucker finanziert. „Das war ein Segen für uns“, sagt Julia. Sie ist dankbar für die Hilfe. Allerdings ist der gemeinnützige Verein auf weitere Spenden angewiesen, um die Einsätze organisieren und durchführen zu können. „Wir haben aktuell viele Anfragen von Firmen, die eine machen wollen. Teilweise mussten wir sie schon auf nächstes Jahr vertrösten.“

Nachhaltig engagiert


14 Initiativen wurden im Rahmen der Mopo- und Haspa-Aktion „Die Bessermacher“ vorgestellt. Aber nicht nur das. Die Projekte bekommen auch finanzielle Hilfe und langfristige Unterstützung. Im „Bessermacher-Recall“ zeigen wir, wie es mit den Initiativen vorangegangen ist.

Von WIEBKE BROMBERG (Text) und FLORIAN QUANDT (Fotos)

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