Haspa2Go – eine Mitmach-App für den Kulturwandel

In ihrer Transformation stellt die Haspa viel Gewohntes auf den Kopf. Packt ihre Führungsstruktur, ihr Führungsverhalten sowie ihre Aufstellung an – und schafft so Raum für Neues. Mitarbeiter:innen können und sollen Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig stark machen, Wissen teilen und Erfolge gemeinsam feiern. Die interne Kommunikation spielt in diesem Kulturwandel eine entscheidende Rolle. Denn wenn sich die Haspa transformiert, sollte die Belegschaft nicht nur top-down informiert, sondern vor allem involviert werden. Wie kann die interne Kommunikation dabei helfen, Orientierung im Wandel zu geben? Die Transformation erlebbar zu machen?

Es braucht Plattformen und Raum, um Wissen zu teilen, in den Dialog zu kommen und sich zu vernetzten. Dies können bestehende Tools – wie starre Intranets – schwer leisten. Deshalb hat die Haspa eine Mitmach-App für alle Kolleg:innen eingeführt – Haspa2Go. Was ist das Besondere an der neuen App? Wie wird sie angenommen? Wo liegen die Unterschiede zum Intranet? Und ändert sich damit eigentlich auch das Rollenverständnis der Unternehmenskommunikation?

Berieseln lassen war gestern – jetzt wird mitgemacht

Wenn man die Angestellten beteiligen möchte, muss man sie dort erreichen, wo sie unterwegs sind – auf ihren Smartphones. Deshalb ist die App „Haspa2Go“ auf dem Handy in der Hostentasche aller Mitarbeiter:innen immer dabei – egal ob auf dem Diensthandy oder privat. Die Nutzung ist freiwillig, trotzdem haben sich über 63 Prozent der Beschäftigten in den ersten vier Monaten bereits angemeldet und verwenden das neue Kommunikationstool regelmäßig.

“Haspa2Go möchte die Mitarbeiter:innen aktivieren, inspirieren und vernetzen, um den Wandel mitzugestalten und ein aktiver Teil davon zu werden.”

Stefanie von Carlsburg, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Haspa

Zusammen mit dem Start-up „Staffbase“ hat die Haspa die App konzipiert, die auch per Webversion zugänglich ist. Das Besondere: Mit Haspa2Go können die Mitarbeiter:innen nicht nur Infos top-down empfangen, sondern auch teilen. Nicht nur Dienstliches, sondern auch Zwischenmenschliches austauschen. Durch die App rückt auch die Unternehmenskommunikation der Haspa viel näher an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter:innen. „Aus dem User Generated Content lernen wir für unsere eigene Arbeit viel dazu. Wir sehen noch klarer, welche Art der Aufbereitung und welche Themen in der Community gut ankommen“, erklärt Stefanie von Carlsburg, in der Haspa als Leiterin der Unternehmenskommunikation mit beteiligt an der Umsetzung der Mitmach-App. „Haspa2Go möchte die Mitarbeiter:innen aktivieren, inspirieren und vernetzen, um den Wandel mitzugestalten und ein aktiver Teil davon zu werden.“

Braucht es dann überhaupt noch ein Intranet? Jein. Das Intranet der Haspa ist und bleibt der zentrale Informationshub. Hier finden sich primär vertriebliche Themen, Arbeits- und Fachanweisungen. Die App hingegen ist dafür da, den Content der Haspa ganz anders aufzubereiten. Video- und Audio gestützte Kommunikation sind damit nun möglich.

Beispiel des News-Feeds und ein Teil der abonnierbaren Kanäle.

Haspa2Go verbindet die Menschen

Corona ist nicht nur zum Innovationsbeschleuniger für viele Unternehmen geworden, sondern hat auch der App einen kräftigen Anstoß gegeben. Innerhalb von nur drei Monaten hat ein kleines Team Haspa2Go an den Start gebracht. Denn Informationen der Belegschaft schnell und ortsunabhängig zur Verfügung stellen, war das Gebot der Stunde. Dabei brachte die App noch einen weiteren Vorteil: „In Zeiten, in denen man sich physisch nicht nahe sein kann, ist Haspa2Go mit Videos und Podcasts der Kolleg:innen der Schmierstoff, der die Menschen verbindet“, so die Kommunikationsexpertin. „Zudem lernen wir uns untereinander noch mal ganz anders kennen – auch von unserer privateren Seite. Und wir bekommen einen Eindruck, woran andere Unternehmensbereiche oder Kolleg:innen gerade arbeiten, mit denen wir in unserem normalen Arbeitsalltag sonst vielleicht eher weniger Berührungspunkte haben.“

Stefanie von Carlsburg, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Haspa.

Die App lebt vom Mitmachen und setzt vor allem auf den Content der Mitarbeitenden. Zwei Kanäle zu aktuellen Themen aus der Haspa und neusten Informationen zu Corona sind voreingestellt. Dazu gibt’s mittlerweile 23 frei abonnierbare Kanäle – und es kommen laufend Neue dazu. Die Inhalte der Kanäle sind so unterschiedlich wie die Kolleg:innen selbst und reichen von einzelnen Unternehmensbereichen über das Haspa Pride Netzwerk bis zu einem lustigen Memes Kanal. Dazu kommen Features wie ein schwarzes Brett, Personalisierungen, eine Pinnwand, Einzel- und Gruppenchats zum Vernetzen.

Die App ist intuitiv zu bedienen. Die Posts können geliket, kommentiert oder getaggt werden. Die neuen Möglichkeiten der eigenständigen Kommunikation werden von den Mitarbeiter:innen sehr gut angenommen. Mittlerweile sind schon über 1200 Beiträge online. Außerdem haben sich schon viele spannende Formate in die Herzen der Belegschaft katapultiert. Ein paar Beispiele:

  • „Butter bei die Fische“: Ein interner Podcast, der die Menschen aus der Haspa zeigt und fragt, welche Zutaten es braucht, damit Arbeit richtig gut wird.
  • Worhacks: Tipps und Tricks von Kolleg:innen für Kolleg:innen, um sich gegenseitig stark zu machen und den Wandel gemeinsam im Arbeitsalltag zu gestalten.
  • Statements von unseren Vorständen: Wie erleben sie die Veränderung? Das teasern sie regelmäßig in der App an.
  • #Womenwednesday: Spannende Zitate von und für starke Frauen aus dem internen Frauennetzwerk „wo*men@haspa“.
  • In dem Podcast „Auf der Bank mit…“ sprechen interne und externe Gäste darüber, was die Kund:innen, die Haspa und Hamburg bewegt.
  • Die #JerusalemChallenge zeigt, dass die einzelnen Unternehmensbereiche nicht nur arbeiten, sondern auch tanzen können.
  • Fotoaktionen für das Zugehörigkeitsgefühl: Mitarbeiter:innen teilen ihr liebstes Hamburgbild oder ihren letzten Glücksmoment.
Beliebte Beiträge in Haspa2Go.

Unternehmenskommunikation reloaded

Die App passt zum neuen Verständnis der Unternehmenskommunikation der Haspa. Denn diese ist nun nicht mehr allein der Sender von Botschaften. Vielmehr haben die Mitarbeiter:innen als große Community den Hut auf. Es gibt kein Vier-Augen-Prinzip oder redaktionelle Freigaben. „Posts und Kommentare sind in Haspa2Go jederzeit und ohne Absprache möglich“, erzählt die 49-Jährige. „So wird die Kommunikation viel eigenverantwortlicher.“

“Die Rolle der Unternehmenskommunikation besteht heute viel mehr darin, die Kolleg:innen zu befähigen, zu beraten und bei strategischen Themen Orientierung zu geben.”

Stefanie von Carlsburg, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Haspa

All das sorgt dafür, dass der Informationsfluss in der Haspa stark an Geschwindigkeit gewonnen hat. Es wird nun nicht mehr nur über abgeschlossene Projekte berichtet. Die Kolleg:innen geben in der App viel mehr Einblicke in laufende Vorhaben. Für die Unternehmenskommunikation heißt das, ihre Rolle im Unternehmen neu zu definieren. „Wir werden zum Enabler“, so Stefanie von Carlsburg. „Unsere neue Rolle besteht viel mehr darin, unsere Kolleg:innen zu befähigen, zu beraten und bei strategischen Themen Orientierung zu geben.“

In der Transformation der Haspa muss auch die Unternehmenskommunikation ihre Aufgabe immer wieder hinterfragen. Denn zum kulturellen Wandel gehört auch, Silos und Hierarchien in der Kommunikation abzuschaffen. Das Schöne dabei: Es bedeutet, auch Dinge ausprobieren zu dürfen. Und mit viel Glück und Herzblut entsteht dann daraus eine Mitmach-App – wie Haspa2Go.

Mehr Infos:

Simone Naujoks, Leiterin Media Relations und Interne Kommunikation bei der Haspa, berichtet auf der virtuelle Voices, wie Haspa2Go den Kulturwandel bei der Hamburger Sparkasse unterstützt.

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