Haspa hat ein Herz für Tiere

Die Haspa hilft seit vielen Jahren dem Franziskus Tierheim durch den Zweckertrag des LotterieSparens. Zeit, für einen Besuch. Welche Bewohner*innen im Tierheim leben und was durch die Spende aus dem LotterieSparen angeschafft wurde.

Beim Blick in die treuherzigen Augen von Hundedame Stella dürfte Tierfreunden das Herz bluten. „Sie ist sehr verschmust“, sagt Frank Weber, Leiter des Franziskus Tierheims, während er den haarigen Bauch der Hündin krault. Natürlich dauerte es nicht lang, bis sie ihn um den Finger wickelte – Pardon: Pfote.

Unglaublich, dass sie mit ihren 14 Jahren noch kein Zuhause gefunden hat. Die Hundedame mit den dunkelbraunen, zutraulichen Augen ist frisch im Franziskus Tierheim eingetroffen. Ursprünglich stammt sie aus Rumänien und lebte dort in der Smeura, dem größten Tierheim des Landes. “Es ist schön, dass man auch diesen alten Tieren noch eine Chance geben darf. Wir hoffen, dass sie schnell eine Bleibe findet“, erzählt der 53-Jährige.

Die zutrauliche Hundedame Stella ist frisch im Franziskus Tierheim eingetroffen und hofft auf ein liebevolles Zuhause.

Tierschutz – eine Arbeit für die Seele

Zusammen mit Stella sind in diesen Tagen einige Hunde aus Spanien und Rumänien im Tierheim angekommen. Denn für Frank Weber, den man auch aus der TV-Show “hundkatzemaus” kennt, hört Tierschutz nicht vor der eigenen Haustür auf. Seit knapp 17 Jahren ist er Leiter des Tierheims, das gegenüber von Hagenbecks Tierpark liegt. Das Schönste an seiner Arbeit? Dass er die Welt jeden Tag ein Stückchen besser macht.“

Das Franziskus Tierheim gibt’s schon seit knapp 30 Jahren und wird vom Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V. betrieben. Sechs festangestellte Mitarbeiter*innen kümmern sich um die Tiere. Daneben engagieren sich Tierärzt*innen und Tiertherapeut*innen sowie viele Ehrenamtliche in unterschiedlichsten Bereichen für das Heim: vom Katzenstreicheln bis hin zum Gassi gehen. Für rund 200 Hunde, 160 Kleintiere und 200 Katzen finden sie pro Jahr ein neues Zuhause. Außerdem versorgt sie jedes Jahr über 500 Wildtiere und wildern diese wieder aus.

Frank Weber, der Leiter des Tierheims, hofft nach Corona wieder auf reichlich Besucherinnen und Besucher.

Tierheim in Blockhüttenromantik

Trotz der vielen Tiere dominiert eine entspannte Ruhe die lichtdurchflutete Anlage. Respektvoll duckt sich das Kleinod unter die umliegenden Buchen- und Ahornbäume. „Gegenüber Tierheimen haben manche Menschen teilweise noch ein veraltetes Denken“, erzählt der tierliebe Eimsbütteler beim Rundgang durch die Anlage. Dabei strahlt das Franziskus Tierheim genauso viel Offenheit aus wie der Tierheimleiter selbst.

Dank Spenden der Haspa gibt’s nun ein gemütliches Kaffee in Blockhüttenromantik für Besucher*innen und ein Holzhäuschen mit einer luftigen Outdoor-Sitzgruppe. „Hier können es sich Interessenten mit den Tieren gemütlich machen und sich kennenlernen“, erzählt Frank Weber. Das Hundehaus ist liebevoll verziert mit Hamburg Motiven von einem Künstler aus der Gegend. „Wir machen es hier so schön wie möglich und freuen uns nach Corona wieder über reichlich Besuch.“ Der fehlt nämlich ganz besonders: „Sonst kommen viele Menschen vorbei und selbst wenn sie kein passendes Tier finden, nehmen sie einen guten Eindruck mit und unterstützen uns – zum Beispiel durch Spenden.“ Diese sind während der Corona-Zeit leider dramatisch eingebrochen.

Etwas zurückgeben

„Ein Tierheim ist keine Verwahrsstelle. Da hat sich im Laufe der Zeit viel getan. Wir möchten den Tieren etwas zurückgeben, versorgen sie tierärztlich, bestimmen ihren Charakter und gehen bestmöglich darauf ein“, sagt der Tierheimleiter nicht ohne Stolz. „Außerdem finden wir für die Tiere ein Zuhause, wo sie den Rest ihres Lebens bleiben können.“ Und das sind für das Tierheim die schönsten Momente: Wenn weniger begehrte Tiere in gute Hände kommen. „Wir hatten vor einigen Jahren 10 wildgeborene Katzen. Die Tiere waren scheu und schwierig zu vermitteln. Die letzten beiden Katzen fanden nun nach 12 Jahren noch ein Zuhause. Ein Tierheim ist schließlich auch ein Ort mit Happy End.“

Im Schnitt werden 98 Prozent der Tiere vermittelt. „Wir haben wenig Rückläufer, da wir intensiv beraten.“ Manchmal ist es aber auch nicht einfach, ein neues Zuhause zu finden. Denn selbst wenn die Tiere top fit sind und im besten Alter, haben sie es teilweise schwer. Viele suchen nach der perfekten Kombination, erzählt der Tierheimchef. „Jung, verträgt sich mit Kindern und anderen Tieren, gut erzogen und nur keine schwarze Fellfarbe.” Diese Wunschvorstellungen sind schwer zu erfüllen und gehen an der Realität vorbei.

Finger weg vom Internethandel mit Tieren

Vom digitalen Haustierkauf rät Frank Weber ab. Ein schönes Foto aus dem Internet sage wenig über das Tier aus. Wenn es dann doch nicht passt, krank oder verhaltensauffällig ist, lande es häufig im Tierheim. Wer ein Haustier sucht, solle sich ans Tierheim vor Ort zu wenden. Das ist am vernünftigsten und verantwortungsvollsten. Ärzte haben es begutachtet und Interessenten werden beraten, ob Charakter und Haltungsbedingungen passen. Außerdem gibts eine Rückversicherung: Die vermittelten Tiere werden im Notfall zurückgenommen. Falls die Chemie doch nicht stimmt.

“Wer ein Haustier sucht, solle sich ans Tierheim vor Ort wenden. Das ist das vernünftigste und verantwortungsvollste, was man tun kann.”

Frank Weber

Wer sich ein Tier anschaffen möchte, sollte folgende Frage im Vorfeld beantworten: Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung? Wie viel Platz? Wohne ich ebenerdig? Was mache ich, wenn mein 50 Kilogramm Hund verletzt ist oder alt und ich im fünften Stock ohne Fahrstuhl lebe? Manche ungünstigen Rahmenbedingungen lassen sich aber auch ausgleichen. Eine kleine Wohnung ist zum Beispiel kein Ausschlusskriterium für einen großen Hund. „Ein Hund fühlt sich wohl, wenn seine Bedürfnisse befriedigt sind. Und ist genug Zeit für Bewegung und Auslastung da, ist auch eine kleine Wohnung für einen großen Hund in Ordnung.“

Unterstützung dank Haspa LotterieSparen

Da das Franziskus Tierheim nicht von der Stadt finanziert wird, ist es auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Deshalb bewirbt es sich regelmäßig für eine Spende aus dem Zweckertrag des Haspa LotterieSparens. „Ich bin der Haspa sehr dankbar. Über viele Jahre haben sie uns geholfen. Vielen Dank – und auch vielen Dank an alle, die beim Lotteriesparen mitmachen“, sagt Frank Weber. Mit dem Haspa LotterieSparen können Kunden kleine Beträge sparen, es gibt die Chance auf große Gewinne und ganz nebenbei werden gemeinnützige Organisationen – wie das Franziskus Tierheim – in der Region gefördert. Hier gibts mehr Infos zum LotterieSparen.

Titelbild: Unsplash

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