Kunstförderung: 100 Jahre Kunst aus und für Hamburg

„Kunst aus Hamburg für Hamburg“ – dieses Motto bestimmt die Sammlung Hamburger Sparkasse, die rund 900 Werke umfasst. Vorrangig sind dies Arbeiten von den Malern des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897, der Hamburgischen Sezession und Künstlern, die vom Senat mit dem Edwin-Scharff-Preis ausgezeichnet wurden.

Ausstellung in der Haspa-Galerie am Großen Burstah

Die Sammlung zeichnet den Weg der Kunst in Hamburg nach: vom Impressionismus, über Strömungen der Moderne und verschiedenen Positionen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind die Werke in hauseigenen Ausstellungen, in der „Haspa-Galerie“ der Kunsthalle Hamburg und als Leihgabe in thematisch passenden Präsentationen.

Darüber hinaus fördert die Haspa Projekte in Hamburger Museen. Seit 2016 verdoppelt sie das Preisgeld des vom Hamburger Senat verliehenen Edwin-Scharff-Preis.

Sammlungs- und Förderschwerpunkte

Als Alfred Lichtwark um 1895 mit den Worten „Meine Herren, malen Sie Hamburger Landschaft!“ zur Freilichtmalerei aufrief, ließ sich das eine Gruppe junger Künstler nicht zweimal sagen. Mit großer Unterstützung Lichtwarks und geprägt durch Einflüsse französischer Impressionisten, brachen sie mit den Idealen der akademischen
Kunst der wilhelminischen Ära. Anfangs heftiger öffentlicher Kritik ausgesetzt, setzte sich die „hellfarbige Landschaftsmalerei“ letztlich durch.

Nachdem der „Hamburger Künstlerklub“ sich 1907 aufgelöst hatte, war ein Vakuum im kulturellen Leben der Stadt entstanden. Um das Klima für die bildende Kunst zu verbessern und die Akzeptanz der Moderne zu fördern, schlossen sich 1919 Künstler, Architekten und Literaten zur „Hamburgischen Sezession“ zusammen. Ihre Mitglieder organisierten bis zur „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten nicht nur Ausstellungen, sondern auch Künstlerfeste und setzten sich zum Ziel, in Hamburg ein vitales künstlerisches Leben zu etablieren.

Zeitgenössische Werke der Künstlergruppe „ZEBRA“ bilden in der Sammlung Hamburger Sparkasse die Brücke zu Themen der Gegenwart.

Edwin-Scharff-Preisträger Stefan Kern (Jahrgang 1966) mit seinem eigens für die Haspa-Zentrale entworfenen Objekt „Hotel Europa (klein)

Der Edwin-Scharff-Preis

Der Edwin-Scharff-Preis wird seit 1955 jedes Jahr vom Hamburger Senat an bildende Künstlerinnen und Künstler verliehen, die in Hamburg und Umgebung leben und „deren Werke unter dem Anspruch, den der Namensgeber des Preises setzt, Auszeichnung verdienen“ (Satzung). Über die Verleihung entscheidet eine Fachjury, die vom Senat berufen wird. Der Namensgeber des Preises, Edwin Scharff, gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. 1887 in Neu-Ulm geboren, wurde er in der Nachkriegszeit an die Landeskunstschule nach Hamburg berufen, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderem Hanne Darboven, Franz Erhard Walther, Anna und Bernhard Blume sowie Daniel Richter.

Starkes Bündnis: Hamburger Kunsthalle und Haspa

Die Haspa engagiert sich seit vielen Jahren für die Hamburger Kunsthalle. Zuletzt konnten durch unsere Unterstützung die Werkstätten des Bereichs Bildung & Vermittlung umfangreich modernisiert werden. Hier finden verschiedenste Kurse des Vermittlungsprogramms statt, die neben zahlreichen allgemeinen Angeboten für Besucher*innen wie Vorträge, Gespräche, Führungen u.v.m. die Kunsthalle zu einem der wichtigsten Orte des außerschulischen und lebenslangen Lernens in Hamburg machen.

Im Rahmen der Partnerschaft befinden sich auch weite Teile der Unternehmenssammlung als Dauerleihgabe in die Obhut des Museums.

Kunsthalle goes Haspa

Jüngstes Projekt ist die Aktion “Kunsthalle goes Haspa”. Die Kunstvermittler*innen des Museums bieten dabei Praxis-Workshops in ausgewählten Haspa-Filialen an. Die auf mehrere Jahre angelegte Zusammenarbeit soll die Filialen zu einem Ort der kulturellen Teilhabe machen.

„Wir freuen uns, dass es durch die Kooperation mit der Haspa jetzt eine solch neuartige Möglichkeit für die Kunsthalle gibt, direkt in den Stadtteilen präsent zu sein“, so Kunsthallendirektor Prof. Dr. Alexander Klar. „Es ist wertvoll, wenn die Bürger*innen erleben können, wie Kunstangebote ihnen ganz unmittelbar in ihrem alltäglichen Lebensumfeld begegnen.  Die offenen Workshops richten sich auch an all jene, die bislang nur selten oder noch gar nicht in der Kunsthalle waren oder sich mit Kunst beschäftigt haben.“

Die Workshops können über den Haspa-Veranstaltungskalender gebucht werden.

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