Eine Fahrt mit dem E-Roller

Fünf Kilometer und vier Überlegungen zum Thema Nachhaltigkeit

Als ich kürzlich auf meinem E-Roller aus dem Büro nach Hause fuhr, habe ich über das Thema Nachhaltigkeit nachgedacht. Dafür hatte ich fünf Kilometer Zeit. Ich finde es großartig, dass wir immer stärkere Antennen dafür entwickeln, die Welt, die uns umgibt, mit all ihren Ressourcen wertzuschätzen und zu schützen. Allerdings ist mir auch bewusst, dass wir bei dem Thema Nachhaltigkeit noch ganz viel Luft nach oben haben. Es ist die Summe aller Schritte von jedem Einzelnen, aber natürlich auch von verantwortungsvollen Unternehmen, die etwas bewirken können. Meine Überlegungen möchte ich gern mit euch teilen.

Jürgen Marquardt und sein E-Roller

Der Anfang: Machen statt reden

Seit der Gründung der Haspa im Jahr 1827 ist Nachhaltigkeit ein Teil unserer DNA. Warum? Wir wurden 1827 von Hamburger Bürgern gegründet, um den Menschen Gelegenheit zu geben, ihre Ersparnisse zur Eigenvorsorge verzinslich anzulegen. Jeder Mensch soll unabhängig von Herkunft oder Einkommen in der Lage sein, finanziellselbstbestimmt zu leben und für sich vorzusorgen. Dieses Ziel unserer Gründer treibt uns bis heute an. Wir gestalten als engagierte Nachbarn mit zahlreichen Initiativen die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt auf sozialer, ökonomischer und ökologischer Ebene mit. Mir ist allerdings auch klar: Nachhaltigkeit hat viele Facetten und ist ein Prozess, mit dem man letztlich niemals fertig wird. Es geht vielmehr darum, überhaupt anzufangen, vielleicht auch mal die Richtung zu ändern, Schritt für Schritt besser zu werden und voller Überzeugung am Ball zu bleiben.

Erstmal vor der eigenen Tür kehren

Was den Klima- und Umweltschutz betrifft, wollen wir als Haspa unseren C02 Fußabdruck reduzieren. Dazu kehren wir erstmal vor der eigenen Haustür und gucken uns unseren Geschäftsbetrieb an, denn da wollen wir bis 2025 klimaneutral sein. Wir drehen dafür an allen möglichen Schrauben. Im Jahr 2020 haben wir 8% weniger Wärme, 11% weniger Strom, 24% weniger Druckerpapier, 35% weniger Transportkilometer genutzt. Wir beziehen ausschließlich Ökostrom. Durch das elektronische Postfach im Onlinebanking sparen wir – sowie unsere Kund:innen – enorm viel Papier. Und natürlich hat das mobile Arbeiten in der Pandemie auch einen großen Anteil daran, dass wir das Auto stehen gelassen und die Umwelt damit geschont haben. Die Option des mobilen Arbeitens wollen wir auch schon aus diesem Grund beibehalten. Unterm Strich reduzierte sich unser ökologischer Fußabdruck im Jahr 2020 um rund 300 Tonnen CO2. Damit haben wir soviel CO2 eingespart, wie bei 500 Hin- und Rückflügen Hamburg – Mallorca entstehen würden. Das ist schon mal ein guter Anfang.

Die eigenen Stärken nutzen, um Ziele zu erreichen

Wir haben uns außerdem vorgenommen, unsere Kunden aktiv bei der grünen Transformation der Wirtschaft zu begleiten. Das tun wir, indem wir in unserem Kerngeschäft das Thema Nachhaltigkeit immer stärker verankern. Wir haben uns selbst Nachhaltigkeitsstandards im Kreditgeschäft, in der individuellen Vermögensverwaltung, bei unserer Eigenanlage und im Einkauf gesetzt. Einer unserer wichtigsten Hebel als Bank zu mehr Umwelt- und Klimaschutz beizutragen, liegt insbesondere in der Beratung unserer Kunden zu nachhaltigen Geldanlagen und der Finanzierung nachhaltiger Investitionen. Aus diesem Grund bieten wir unseren Kunden beispielsweise zunehmend Fonds an, die gezielt ökologisch, sozial und ethisch handelnde Unternehmen auswählen. Durch Gespräche und Veranstaltungen möchten wir sowohl Privat- als auch Firmenkunden die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit näherbringen, ihnen beratend zur Seite stehen und sie bei konkreten Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz unterstützen.

Selber klein anfangen, um gemeinsam Großes zu bewirken

Auch ich versuche im Kleinen, die Welt ein Stückchen besser zu machen. Der E-Roller ist ein kleiner Beitrag dazu. Das Fahren macht richtig viel Spaß und man kommt wirklich schnell von A nach B. Privat habe ich in den letzten Jahren viele Bäume gepflanzt und u.a. eine Obstwiese mit alten Obstsorten angelegt. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man Gutes für die Umwelt tut. Ich bin überzeugt: Wenn jede:r im Kleinen etwas für das Thema Nachhaltigkeit tut, etwas, was ihm oder ihr aus dem Herzen spricht, was gut passt und mit Leidenschaft betrieben wird, dann können wir alle zusammen Großes bewirken!

Infos zum Thema Nachhaltigkeit

Wie öko sind die Banken wirklich?

2 Kommentare

  1. Hallo Jürgen, vielen Dank für den Input.
    Ich nutze auch ein Ebike und habe vor einigen Jahren mir eine Trinkflache besorgt, die ich mit Wasser füllen kann. Somit spare ich bestimmt pro Tag eine 1,50 Liter PET Flasche mindestens ein.
    Wenn nicht sogar zwei Flaschen. Ich denke, dass erscheint auf den ersten Blick recht einfach. Wenn ich nun die Tage und Jahre zusammen zähle und dann mir überlege, dass vielleicht noch 100 andere Menschen eine solche Entscheidung getroffen haben, dann wird aus dem kleinen Hebel ein großer Hebel, mit dem Energie und Plastik eingespart wird. In diesem Sinne bin ich optimistisch und gespannt auf weitere Ideen, um unsere Welt und unser Leben morgen besser als heute zu gestalten, Viele Grüße Max

    • Hallo Max, vielen Dank für Deinen Kommentar. Klasse! Genau das meine ich in meinem Artikel mit “selber klein anfangen, um Großes zu bewirken”. Wenn jeder seine Ideen zur Nachhaltigkeit umsetzt – so wie Du es machst – , dann bin ich mir sicher, dass wir gemeinsam etwas zum Guten bewegen. Viele Grüße Jürgen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Mehr von dem Autor

Ähnliche Artikel

Letzte Beiträge

SOS-Kinderdorf eröffnet „Hafen für Familien“

Die Haspa unterstützt das erste SOS-Kinderdorf in Hamburg. Das Ziel: Kindern Sicherheit schenken und sie "einfach Kind" sein lassen.

Gründerpreis 2021: Hamburgs beste Unternehmer:innen

Unternehmerische Initiative, Mut und Erfolg in der Metropolregion: Das muss auch mal gefeiert werden.

Podcast: Auf der Bank mit … Ankerkraut

Dieses Mal auf der Bank: die super sympathischen und bodenständigen Gründer der Hamburger Firma Ankerkraut. Anne und Stefan Lemcke erzählen, wie sie ihr erfolgreiches...