Aus Überzeugung bunt

Auch in diesem Jahr stellt die Haspa zusammen mit Hamburg Pride den Führungs-Truck und bahnt der CSD-Demo den Weg durch die Stadt. Sparkasse und CSD? Was ist das schon wieder für ein Marketing-Gag, werden manche denken. Sparkasse, das sind doch die „grauen Herren“ mit den steifen Anzügen, verschanzt hinter Panzerglas.

„Das war vielleicht in den 50ern so“, kontert Personalchefin Elisabeth Keßeböhmer. „Aber mit der Realität hat das schon längst nichts mehr zu tun. Vielfalt ist die Grundlage unserer Unternehmenskultur.“ Als „Bank für alle“ versteh sich die Haspa. Das gilt für die Mitarbeitenden und Kund:innen gleichermaßen. „Wir sind in jeder Hinsicht ein Querschnitt der Bevölkerung. Und das ist gut so, denn nur so können wir die besondere individuell auf die Bedürfnisse unserer Kund:innen eingehen.“

Das wird spätestens klar, wenn man eine der neuen „Nachbarschaftsfilialen“ betritt, die mittlerweile flächendeckend in ganz Hamburg zu finden sind. „Die Filialteams sind bunt besetzt“, erklärt Keßeböhmer. „Wir achten auf eine gute Mischung, die sich fachlich, menschlich und kulturell gegenseitig stärkt und ergänzt.“ Dabei spielt auch der jeweilige Stadtteil eine Rolle.

Schließlich kommt es allen zugute, wenn Kund:in und Berater:in die gleiche Sprache sprechen und vielleicht sogar Interessen teilen. Vielfalt braucht Raum zum Entfalten. Gegenseitiges Verständnis und Offenheit entstehen nicht von allein. Die neuen Haspa-Filialen sind daher als Treffpunkt für die gesamte Nachbarschaft konzipiert. Bank- und Finanzberatung spielt oft gar keine Rolle. Hier geht es um neue Ideen, Vernetzung und Kontakte. Eine Politik der offenen Tür, die Menschen zusammenbringt, die sich sonst nie getroffen hätten. Jede Filiale wird zur Bühne, die von der Nachbarschaft genutzt werden kann – Eventkalender und Freiflächen inklusive. Und wenn eine Initiative oder ein Projekt mal handfeste Unterstützung braucht, dann packen die Kolleg:innen auch mal selbst mit an.

Auch auf dem CSD-Truck wird es dieses Jahr wieder hoch hergehen. „Wir zeigen stolz, was uns am Herzen liegt“, sagt Keßeböhmer. Und die Botschaft kommt an. „In vielen Bewerbungsgesprächen werden wir positiv auf unserer CSD Engagement angesprochen. Es spricht sich rum, dass die Haspa ein offener und toleranter Arbeitgeber ist, der sich engagiert.“ Auch die Mitarbeiter:innen-Initiative „Haspa-PRIDE“ trägt dazu bei.

Für mehr Anerkennung und Respekt

Unter der Schirmherrschaft von Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin, Katharina Fegebank, startete im Juni die Initiative „WELCOMING OUT“. Sie hat das Ziel, bestehende Vorurteile und Ängste vor Benachteiligung durch Coming-Out am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft abzubauen.

Die Haspa ist zusammen mit anderen Hamburger Großunternehmen als „Patron“ mit an Bord, um die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Betrieb und in ihrem Umfeld zu fördern.
Mehr Infos unter: welcoming-out.com

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